NATÜRLICH LERNEN

Leben und Lernen einer Homeschooling Familie

Früher war alles besser – oder Fehler die kleine Kinder manchmal machen 24. Februar 2011

Filed under: Allgemein,Aufwachsen — Natürlich lernen @ 07:07
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Ich bin alte Fotos am ordnen. Da begegnet mir diese:

Sage ich spasseshalber zu Leia: „Schau mal, was ist denn mit dir passiert? Da warst du noch voller Begeisterung am Helfen in der Küche und ich durfte dir erst noch die Haare zusammenbinden.“

Schaut sie das Foto an und meint: „Ja, Helene… du weisst doch, dass kleine Kinder manchmal Fehler machen!“

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auswendig lernen?…! 22. Februar 2011

Filed under: Allgemein,Aufwachsen — Natürlich lernen @ 06:57
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Ich mag mich aus meiner Schulzeit erinnern, dass wir sehr oft Gedichte und ähnliches auswendig lernen mussten. Mir persönlich hat das immer Spass gemacht, war ja auch einfach… Aber jetzt, gesehen aus einer anderen Perspektive heraus, wundere ich mich, wofür das eigentlich gut sein soll? Was nützt es einem Kind, wenn es sich nach der Schule noch hinsetzen muss und ein paar (für es wahrscheinlich unbedeutende) Zeilen auswendig in seinen Kopf kriegen sollte? Nur um sie am nächsten Tag aufzusagen und dann wieder zu vergessen. Leuchtet mir einfach nicht ganz ein…

Wie auch immer, unsere Zwei lernen auf alle Fälle auch auswendig. Und zwar in rauen Mengen. Vielleicht nicht das, was sie in der Schule auswendig lernen müssten, aber ist ja egal. Jetzt können z.B. beide die CD von Räuber Hotzenplotz bis über die Hälfte auswendig. Mit der richtigen Betonung und Stimme, alles wie echt. Dabei haben sie sie gar nicht mal sooo oft gehört.

Angefangen hat das, glaube ich, mit ein paar kleineren Zaubersprüchen aus den Sternenschweif Büchern. Schliesslich muss man ja wissen, wie man aus seinem Pony ein Einhorn machen kann… Unterdessen lernen sie sozusagen gleich „CD-weise“ auswendig. Na, Hauptsache es macht Spass!

 

mehr Geschichten 21. Februar 2011

Filed under: Allgemein,Aufwachsen — Natürlich lernen @ 05:48
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Im Moment sind bei uns haufenweise Büchlein am entstehen. Dass wir so einen kleinen Buchbinder gekauft haben, war wirklich eine gute Idee. Der wird jetzt viel gebraucht. Cool finde ich auch die Verschiedenheit der Werke. So hat z.B. Leia gerade ein „Babybuch“ geschrieben, ein Buch für Amber, in welchem sie sich speziell eine einfache Geschichte für ganz Kleine ausgedacht hat. Dieses haben wir dann auch noch laminiert und Amber hat ihre helle Freude daran.  Weiter gibt es Geschichten in verschiedenen Zeiten, eines ist in der ersten Person Gegenwart am entstehen, eines hat wie ein richtiges Buch hinten eine Zusammenfassung bekommen. Einige sind 100% Fantasiegeschichten, einige haben einen „echten“ Hintergrund. Das Einzige, was sie alle gemeinsam haben, ist, dass es Tiergeschichten sind.

Es ist wirklich toll zu sehen, wie sie sich Gedanken machen über das was sie schreiben, ihren Schreibstil anzupassen versuchen, mit verschiedenen Zeiten und Personen jonglieren und experimentieren. Und das alles aus eigener Initiative (Helene, diese Geschichte da schreibe ich so, als ob sie der Fuchs erzählen würde!) Nicht immer kommt es raus wie „aus dem Schulbuch“, aber eigentlich bin ich überzeugt, dass ihnen ihr freier, „frisch von der Leber“ Stil und ihr positives Darangehen schlussendlich mehr bringt.  Und das mit der Rechtschreibung kommt dann schon auch noch, erste Erfolge sehe ich schon 🙂

 

Loki 17. Februar 2011

Filed under: Allgemein,Aufwachsen — Natürlich lernen @ 05:45
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Ich glaub ich hab’s noch gar nie erwähnt: Jeden Montag dürfen wir dieses kleine, lustige, liebe und zügige Pferdchen spazieren führen!

 

 

André Stern 5. Februar 2011

Die neue Webpage vom Verein „Bildung zu Hause Schweiz“ ist da. Nach meinem Geschmack ist sie viel besser geworden, übersichtlicher, aber auch frischer und angenehmer zu lesen. Aber der Grund, warum ich das hier sage ist, weil es gleich auf der Startseite ein spannendes Filmchen hat. Ein ca. 12 min Interview mit André Stern, einem mittlerweile erwachsenen „Freilerner“ oder „Unschooler“ aus Frankreich. Hier kann man es sich anschauen.

 

auf den punkt gebracht 23. Januar 2011

Filed under: Allgemein,Amber,Aufwachsen,Soziale Kompetenzen — Natürlich lernen @ 14:23
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„Helene, mit einem Baby ist das Leben zwar viel anstrengender, aber auch viel schöner!“

Zitat von Leia

 

Brauchen wir „Bio“? 20. Januar 2011

Immer mal wieder habe ich Gespräche mit Leuten, die mir erklären, dass man, würde man mehr Lebensmittel biologisch produzieren, nicht alle Menschen auf diesem Planeten ernähren könnte; oder auch, dass man zu viele menschliche Arbeitskräfte bräuchte, dass wir uns dann anderweitig (z.B. technologisch) nicht mehr genug weiterentwickeln könnten, weil so viele nur mit der Beschaffung von Essen beschäftigt wären.

Auf den ersten Blick scheinen diese Argumente durchaus zutreffend, denn mit riesigen Monokulturfeldern kann man schon mal mehr Essen mit Hilfe von weniger Arbeitskräften anpflanzen. Aber es sind ein paar Haken dabei. Und ein paar Fragen. Muss denn z.B. unbedingt mit weniger Leuten produziert werden, respektive ist es so wichtig, dass sich immer weniger mit der Essensbeschaffung beschäftigen? Ich finde das nicht ganz logisch, es gibt nämlich viele Arbeitslose die gerne, für das Geld dass sie ja sowieso bekommen müssen, auch was sinnvolles täten. Ist für die meisten das schönere Gefühl als das, behandelt zu werden, wie wenn man den anderen auf der Pelle sitzt. Ausserdem, und das ist der noch viel grössere Punkt, schauen wir doch mal wieviele Ressourcen weltweit in konstruktive Forschung gesteckt werden und wieviel Energie in die Waffenindustrie, in Kriege, Machtspiele usw. gehen. Ist glaub recht offensichtlich, dass wir mit ein bisschen Umstrukturierung und ohne Verluste sehr viele Arbeitskräfte mehr zur Verfügung haben könnten. Ist halt auch wieder eine Frage der Prioritäten…

Oben erwähnte ich, dass auch ein paar Haken dabei seien. Ein Haken, oder Problem ist, dass die Erde bei der Monokultur immer schlechter wird. Dass immer mehr Dünger und immer mehr „-izide“ gebraucht werden, um überhaupt etwas wachsen zu lassen. Das was wir schlussendlich essen, wird also immer giftiger und hat immer weniger von den wertvollen Inhaltsstoffen. Das ist eindeutig nicht sehr gut für unsere Gesundheit – der grössere Teil des Problems ist aber, im Umkehrschluss, dass immer mehr wichtige Stoffe im Boden fehlen. Die Böden immer ärmer werden. Wie lange wir das so weitermachen können, weiss ich nicht, dass es aber auf die Dauer nicht gutgehen kann, sollte eigentlich einleuchten… Weil die Erde irgendwann nicht mehr mitmacht. Nicht mehr mitmachen kann.

Ein anderes Problem von dieser Art der Landwirtschaft, ist dieses mit der so viel diskutierten Artenvielfalt. Viel verschiedene Tiere können da einfach nicht überleben. Wieviele und welche brauchen wir denn für unser Überleben? Sind wir nicht gerade dabei, den Ast auf dem wir sitzen, abzusägen?

Dass bei „Bio“ auch nicht immer alles zum Besten gestellt ist, möchte ich nicht abstreiten. Wahrscheinlich beginnen Probleme meist dort, wo etwas ausschliesslich und nur für den Profit gemacht wird. Auf der anderen Seite aber, kann man mit Bio durchaus auch grössere Ernten heimfahren, und zwar, das ist der springende Punkt, ohne dass der Boden auf Dauer schlechter wird. Im Gegenteil.

Wir haben auf dieser Erde etwa 7 Milliarden Menschen zu ernähren – wie schaffen wir das? Ist eine schwierige Frage, vielleicht aber doch nicht ganz so schwierig, wie versucht wird, es uns darzustellen. Im Moment nämlich, würden wir eigentlich mehr als genug produzieren! Ist das Ganze etwa nur eine Frage der besseren Koordination? Der Gier von einigen Wenigen? Und somit auch dem Aufwachen der grossen Masse?

Also, meiner Meinung nach haben wir, ganz grob eingeteilt, 2 Möglichkeiten:

  1. Wir Produzieren weiterhin mit viel Gift und Dünger und nehmen damit die allmähliche Deterioration des Bodens, sowie unserer Gesundheit in Kauf. Ich bin mir sicher, Monsanto und Co, sowie die Pharma freuen sich dann, uns ihre neuesten Lösungen zu den aufkommenden Problemen zu bieten.
  2. Wir besinnen uns, woher wir kommen und versuchen Schritt für Schritt unseren Kriegszustand mit Mutter Erde zu beenden und suchen stattdessen die Zusammenarbeit mit ihr. Da gäbe es noch soviel für uns zu lernen! Und ich glaube wirklich, dass wir, mit Respekt allem Leben gegenüber und mit gutem Willen, unsere ganze Menschheit auf diesem Planeten ernähren können.

Wir haben es in der Hand! Wir Konsumenten bestimmen schlussendlich was wie angebaut wird. Wir müssen uns nur bewusst werden, dass wir mit jeder Handlung eine Wahl treffen und dass diese Wahl, wie auch immer sie ausfällt, Folgen haben wird.